Sparkassen Chess-Meeting

Dortmund

Dortmunder Schachschule 10 Jahre alt

Dortmunder Schachschule zehn Jahre alt: Helmut-Kohls-Turnier erinnert an langjährigen Förderer

(Dortmund, 02.Juli). Die Dortmunder Schachschule feiert in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Arkadij Naiditsch, David Barmaidze, Patrick Zelbel – sie alle durchliefen die Talentschmiede. Das in diesem Jahr erstmals ausgetragene Internationale Meisterturnier wird daher Helmut Kohls, dem langjährigen Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Dortmund sowie Mitbegründer und Förderer der Dortmunder Schachschule, gewidmet.

Als Arkadij Naiditsch in der dritten Runde des diesjährigen Sparkassen Chess-Meetings den dreifachen Weltmeister Wladimir Kramnik bezwang, hatte das Turnier seine erste faustdicke Überraschung. Die Initiatoren und Träger der jetzt zehn Jahre alt gewordenen Dortmunder Schachschule dürften in diesem Sieg eine weitere Bestätigung ihrer langjährigen Anstrengungen gesehen haben. Denn das „Dortmunder Modell” der Schachschule wurde mit deren Gründung am 18. Mai 1998 in erster Linie rund um die vier Schach spielenden Geschwister Naiditsch gestrickt. Dabei hatte Arkadij schon in ganz jungen Jahren international aufhorchen lassen. Die Familie kam Mitte der 80er Jahre nach Deutschland, hatte sich in Dortmund aufgrund des erstklassigen Rufs des Sparkassen Chess-Meetings niedergelassen und stieß zu den Schachfreunden Brackel. Die Förderung des Spitzentalents Arkadij erwies sich aber für das Finanzbudget der Brackeler als zu kostspielig, so dass der damalige Brackel-Vorsitzende und Turnierdirektor Jürgen Grastat den Weg zur Sparkasse Dortmund antrat. Gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Helmut Kohls wurde der Gedanke geboren, unter Einbeziehung des Stadtsportbundes und des städtischen Jugendamtes die Dortmunder Schachschule e. V. zu gründen, wobei die Sparkasse die erforderlichen Mittel zusagte. Mit Arkadj Naiditsch, David Baramidze und Patrick Zelbel sind bereits namhafte Akteure aus der Schachschule hervorgegangen. Derzeit werden etwa 30 Schachtalente von drei speziell im Jugendschach qualifizierten Trainern gefördert. „Innerhalb von zehn Jahren hat sich die Einrichtung außerordentlich gut entwickelt und ist auch aus den Vorstellungen des Deutschen Schachbundes nicht mehr wegzudenken, wie Schachpräsident Prof. Robert von Weizsäcker noch kürzlich unterstrich“, betont Gerd Kolbe, Veranstaltungsleiter des Sparkassen Chess-Meetings. Die Basis für die Schachschule bildet das Schulschach, an dem mittlerweile in Dortmund rund 2.000 Jungen und Mädchen aktiv teilnehmen. Die Erfolge bei den jährlichen Deutschen Schulschachmeisterschaften durch das Immanuel-Kant-Gymnasium, die Geschwister-Scholl- Gesamtschule oder zuletzt das Mallinckrodt-Gymnasium veranschaulichen die Richtigkeit der Dortmunder Nachwuchsförderung. „Die Besten aus dem Schulschach erfahren dann eine gezielte Förderung durch die Dortmunder Schachschule”, erläutert der Schachschul-Vorsitzende und Turnierdirektor des Sparkassen Chess-Meetings, Stefan Koth. Er freut sich besonders über den Aufstieg des Schachclubs Hansa in die 2. Bundesliga, denn dadurch haben die Talente auch eine Perspektive in einem höherklassig spielenden Dortmunder Schachverein. Als Arkadij Naiditsch seinen Überraschungscoup über Wladimir Kramnik landete, saßen wenige Meter von ihm entfernt auf der Bühne des Schauspielhauses die beiden Akteure der Spitzenpartie im Rahmen des neu eingeführten „Helmut-Kohls-Turniers“ am Brett. Das neue Format wurde anlässlich des zehnten Geburtstags der Dortmunder Schachschule aus der Taufe gehoben und soll künftig alljährlich als Teil des Sparkassen Chess-Meetings ausgetragen werden. Da sich Helmut Kohls sowohl beruflich als auch privat um die Belange der Schachschule außerordentlich verdient gemacht hat, lag es nahe, dieses Internationale Meister-Turnier auch nach ihm zu benennen.

4:Runde

Nepomniachtchi schließt nach Sieg gegen van Wely zur Spitze auf

(Dortmund, 02. Juli). Ian Nepomniachtchi (Russland) nutzte in der heutigen vierten Runde die Gunst der Stunde und schloss mit seinem Sieg gegen Loek van Wely (Niederlande) zum Führungs-Duo auf. Der Turnier-Neuling – mit 17 Jahren der Youngster des Achterfeldes – besiegte van Wely mit den weißen Steinen nach 48 Zügen. Nepomniachtchi hatte sich mit seinem Sieg beim Aeroflot Open in Moskau für das diesjährige Sparkassen Chess-Meeting qualifiziert.

Damit liegt nach der heutigen vierten Runde ein Trio an der Spitze. Nepomniachtchi profitierte davon, dass die anderen Partien ohne Sieg endeten. Jan Gustafsson (Deutschland) teilte sich mit Wassily Iwantschuk (Ukraine) ebenso den Punkt wie Peter Leko (Ungarn) gegen den achtfachen Dortmund- Sieger Wladimir Kramnik (Russland).

Nach dem morgigen Ruhetag startet das Sparkassen Chess-Meeting ab kommenden Freitag (bis einschließlich Sonntag, 6.Juli) in die entscheidende Phase. Zunächst treffen in der fünften Runde mit Leko und Nepomniachtchi zwei Spieler aus dem Führungstrio direkt aufeinander. Der bisher noch unbesiegte Gustafsson spielt mit den schwarzen Steinen gegen van Wely.

Ergebnisse Runde 4, 02. Juli:
Wladimir Kramnik (Russland) – Peter Leko (Ungarn) ½ - ½
Ian Nepomniachtchi (Russland) – Loek van Wely (Niederlande) 1 – 0
Jan Gustafsson (Deutschland) – Wassily Iwantschuk (Ukraine) ½ - ½
Arkadij Naiditsch (Deutschland) – Shakhriyar Mamedjarow (Aserbaidschan) ½ - ½

Zwischenstand nach der 4. Runde: 1.-3. Gustafsson, Leko, Nepomniachtchi: 2,5 Punkte; 4.-6. Kramnik, Naiditsch, Mamedjarow: 2,0 P. 7. Iwantschuk 1,5 P. 8. van Wely 1,0 P.

Vorschau: Donnerstag, 3. Juli, 15 h, Blitzschachveranstaltung mit den Großmeistern in der Bürgerhalle des Rathauses

Freitag, 04. Juli, 15 Uhr: 5. Runde: Mamedjarow – Kramnik , Iwantschuk – Naiditsch, van Wely – Gustafsson, Leko – Nepomniachtchi

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Ferdinand Fabra Preis

Meistertrainer und Schulschachpionier: Ferdinand-Fabra-Preis ehrt erfolgreichen Schachnachwuchs

(Dortmund, 30. Juni). Seit diesem Jahr werden zu Beginn des Sparkassen Chess-Meetings erfolgreiche Dortmunder Nachwuchs-Akteure mit dem Ferdinand-Fabra-Preis geehrt. Der Öffentlichkeit bekannt ist Ferdinand Fabra (1906-2007) als erfolgreicher Meistertrainer, mit dem Borussia Dortmund 1947 zum ersten Mal Westfalenmeister wurde. Doch Fabra war ein ebenso begeisterter Freund des Schachspiels, das er in seiner Zeit als Schullehrer förderte und bis ins hohe Alter aktiv im Verein betrieb.

Fabras Stationen als Fußballtrainer sind markant bis eindrucksvoll: Erster Meistertrainer (1947 und 1948) von Borussia Dortmund, Coach von Preußen Münster mit dem berühmten Sturm um Adi Preißler und Fiffi Gerritzen, Trainer der Spielvereinigung Fürth und Entdecker des späteren 54er Weltmeisters Karl Mai. Die stille Liebe Fabras, der im vergangenen Dezember 101-jährig verstarb, gehörte aber sein Leben lang dem Schachspiel.

Nachdem Fabra seine Trainerkarriere Mitte der 50er Jahre beendet hatte, ging er als Diplom-Sportlehrer zum Lippstädter Ostendorf-Gymnasium, an dem er auch selber sein Abitur gemacht hatte. Dort gab es zu seiner Freude schon 1947 einen inoffiziellen „Club der Schachfreunde”, der sich regelmäßig traf und dessen „Spiritus Rector“ Fabra wurde. Schon zu Beginn der 60er Jahre entwarf er den Plan, an sämtlichen Stufen seines Gymnasiums (Unter,- Mittel- und Oberstufe) Schachgruppen einzurichten, die dann von der Schulleitung und von den Elternpflegschaften aktiv unterstützt werden sollten. Um die Eigenverantwortung zu fördern, wurde die „Schach-AG“ jeweils von einer Schülerin bzw. einem Schüler offiziell geleitet. Eine Schachbücherei wurde aufgebaut, Schachspiele standen selbst für die Schulpausen zur Verfügung, das Training übernahm Fabra persönlich.

Seit 1997 hatte Ferdinand Fabra Kontakt zum Veranstaltungsleiter des Sparkassen Chess-Metings, Gerd Kolbe. Die Dortmunder Nachwuchsaktivitäten in Sachen Schulschach und die Dortmunder Schachschule standen in den Gesprächen im Blickpunkt. „Es war etwa ein halbes Jahr vor seinem Tod, als der Gedanke geboren wurde, jährlich zu Beginn des Sparkassen Chess-Meetings die erfolgreichsten Dortmunder Nachwuchsakteure mit dem „Ferdinand-Fabra-Preis”, dotiert mit jeweils 300 Euro, zu ehren“, so Veranstaltungsleiter Gerd Kolbe. Leider war es Ferdinand Fabra, der 1999 den symbolischen Eröffnungszug der damaligen Schachtage ausführte, nicht mehr vergönnt, die erste Verleihung „seines“ Preises selbst noch zu erleben. Kolbe: „Ich beabsichtige aber, im kommenden Jahr den Preis von Dr. Matthias Fabra, dem Sohn des Schulschachpioniers, übergeben zu lassen.“

3.Runde

Sieg gegen Kramnik: Naiditsch sorgt für Überraschung in der dritten Runde
Gustafsson und Leko in Führung

(Dortmund, 01. Juli). Nach einem mäßigen Turnierstart mit einer Niederlage und einem Remis sorgte Arkadij Naiditsch in der heutigen dritten Runde für die faustdicke Überraschung: Der 22-jährige Dortmunder Lokalmatador besiegte nach drei Stunden und 15 Minuten Wladimir Kramnik (Russland). In einer Russischen Partie überraschte Naiditsch im Mittelspiel mit einem neuen Damenzug und brachte den dreifachen Weltmeister und achtfachen Dortmund-Sieger damit in große Bedrängnis. Nach 42 Zügen konnte Kramnik die Stellung trotz aller Gegenwehr nicht mehr halten und gab sich geschlagen. Naiditsch zog damit nach Punkten mit Kramnik gleich und hat wieder alle Chancen im Turnier.

In Führung liegen Jan Gustafsson (Deutschland) und Peter Leko (Ungarn) mit jeweils 2,0 Punkten. Der Hamburger Gustafsson blieb auch in der dritten Partie unbesiegt und holte sich gegen den Weltranglisten-Achten Mamedjarow mit den schwarzen Steinen einen weiteren halben Zähler. Remis endete nach dreieinhalb Stunden auch die längste Partie des Tages zwischen Loek van Wely (Niederlande) und Peter Leko (Ungarn).

Die beiden deutschen Nationalspieler Gustafsson und Naiditsch können morgen mit den weißen Steinen weiter Boden gut machen, in der Spitzenpartie des Tages treffen Kramnik und Leko aufeinander.

Ergebnisse Runde 3, 01. Juli:
Arkadij Naiditsch (Deutschland) – Wladimir Kramnik (Russland) 1 – 0
Shakhriyar Mamedjarow (Aserbaidschan) – Jan Gustafsson (Deutschland) ½ - ½
Wassily Iwantschuk (Ukraine) – Ian Nepomniachtchi (Russland) ½ - ½
Loek van Wely (Niederlande) – Peter Leko (Ungarn) ½ - ½

Zwischenstand nach Runde 3:
1.-2. Gustafsson, Leko: 2 Punkte; 3.-6. Kramnik, Naiditsch, Nepomniachtchi, Mamedjarow: 1,5 P.
7.-8. Iwantschuk, van Wely 1,0 P.

Vorschau:
4. Runde: Mittwoch, 02. Juli, 15 Uhr
Kramnik – Leko, Nepomniachtchi – van Wely, Gustafsson – Iwantschuk, Naiditsch – Mamedjarow

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2.Runde

Gustafsson siegt im Duell der deutschen Nationalspieler gegen Naiditsch
Siege für Kramnik und Leko

(Dortmund, 29. Juni). Nach dem Turnierauftakt mit vier Remis nahm das Dortmunder Sparkassen Chess-Meeting 2008 in der heutigen zweiten Runde mit gleich drei Gewinnpartien Fahrt auf.

Jan Gustafsson (Deutschland) und Wladimir Kramnik (Russland), die sich gestern im direkten Aufeinandertreffen unentschieden getrennt hatten, gewannen jeweils ihre Partie mit den weißen Steinen. Der Hamburger Gustafsson untermauerte seinen gelungen Turnierstart mit einem Sieg gegen Arkadij Naiditsch. Die Entscheidung im Duell der deutschen Nationalspieler viel früh. Gustafsson setzte in einem Damengambit gegen Naiditsch voll auf Angriff. Als der Dortmunder im Mittelspiel einen schwachen Turmzug ausführte, konnte der Hamburger in der Mitte mit einem Bauern durchbrechen und später mit dem Springer in Naiditschs Stellung eindringen, so dass dieser schon im 23. Zug kapitulierte.

Im längsten Match des Tages setzte sich auch Peter Leko (Ungarn) gegen die Nr. 1 der Ukraine, Wassily Iwantschuk, durch.

Ergebnisse Runde 2, 29. Juni:
Wladimir Kramnik (Russland) – Loek van Wely (Niederlande) 1 – 0
Peter Leko (Ungarn) – Wassily Iwantschuk (Ukraine) 1 – 0
Ian Nepomniachtchi (Russland) – Shakhriyar Mamedjarow (Aserbaidschan) ½ - ½
Jan Gustafsson (Deutschland) – Arkadij Naiditsch (Deutschland) 1 – 0

Vorschau:
Dienstag, 01. Juli, 15 Uhr
Naiditsch – Kramnik, Mamedjarow – Gustafsson, Iwantschuk – Nepomniachtchi, van Wely – Leko

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Jan Gustafsson - Kurzsieg gegen Naiditsch in Runde 2

1.Runde

Dortmunder Sparkassen Chess-Meeting 2008 eröffnet
Jan Gustafsson zum Auftakt mit Remis gegen Wladimir Kramnik

(Dortmund, 28. Juni). Das Dortmunder Sparkassen Chess-Meeting 2008 ist eröffnet. Der Startschuss für die 36. Internationalen Dortmunder Schachtage fiel heute Nachmittag im Schauspielhaus. Birgit Jörder, Bürgermeisterin der Stadt Dortmund, Uwe Samulewicz, Vorstandsvorsitzender des Titelsponsors Sparkasse Dortmund, sowie Prof. Dr. Robert von Weizsäcker, Präsident des Deutschen Schachbundes, nahmen den Eröffnungszug in der Partie zwischen Jan Gustafsson und Wladimir Kramnik vor. Bis 6. Juli werden auf der Bühne des Schauspielhauses acht Großmeister aus sechs Ländern um den Titel kämpfen.

Einen guten Turnierstart erwischte der Hamburger Jan Gustafsson, der sich zum Auftakt gegen den favorisierten Wladimir Kramnik (Russland) einen halben Punkt sicherte. Mit den weißen Steinen erreichte Gustafsson gegen den achtfachen Dortmund-Sieger und Titelverteidiger Kramnik nach 29 Zügen das Remis. „Ich war vor der Partie sehr nervös. Zudem überraschte mich Kramnik mit der Grünfeldindischen Verteidigung, die er viele Jahre lang nicht gespielt hat. Darum wählte ich eine sichere Variante“, bilanzierte Gustafsson das Geschehen.

Auch die anderen Spiele zwischen Arkadij Naiditsch (Dortmund) und Ian Nepomniachtchi (Russland), Shakhriyar Mamedjarow (Aserbaidschan) und Peter Leko (Ungarn) sowie Wassily Iwantschuk (Ukraine) und Loek van Wely (Niederlande) endeten mit einer Punkteteilung, so dass nach der Auftaktrunde noch kein Spieler die Führung übernehmen konnte.

Die zweite Runde des Sparkassen Chess-Meetings startet morgen um 15 Uhr, unter anderem mit der Spitzenpartie Leko gegen Iwantschuk sowie dem Duell der deutschen Nationalspieler Arkadij Naiditsch und Jan Gustafsson.

Ergebnisse Runde 1, 28. Juni:
Jan Gustafsson (Deutschland) – Wladimir Kramnik (Russland) ½ - ½
Arkadij Naiditsch (Deutschland) – Ian Nepomniachtchi (Russland) ½ - ½
Shakhriyar Mamedjarow (Aserbaidschan) – Peter Leko (Ungarn) ½ - ½
Wassily Iwantschuk (Ukraine) – Loek van Wely (Niederlande) ½ - ½

Vorschau:
Sonntag, 29. Juni, 15 Uhr
Kramnik – van Wely, Leko – Iwantschuk, Nepomniachtchi – Mamedjarow, Gustafsson – Naiditsch

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Amateurveranstaltungen

Traditionelle Turniere im Rathaus der Stadt unterstreichen Festivalcharakter der Schachtage
Top-Großmeister treten gegen Amateure zum Blitzschach an
Nachwuchstalente kämpfen beim IM-Turnier um wertvolle
Platzierungen

Während auf der Bühne des Schauspielhauses die Weltspitze des Schachsports um den Titel beim Sparkassen Chess-Meeting 2008 (28. Juni bis 6. Juli) kämpft, finden im Rathaus der Stadt Dortmund gleich drei spannende Turniere und Veranstaltungen für Amateur- und Nachwuchsspieler statt, die den Festivalcharakter des Sparkassen Chess-Meetings unterstreichen.

Ein Highlight in diesem Jahr ist erneut die beliebte
Blitzschachveranstaltung des Titelsponsors Sparkasse Dortmund: Am Donnerstag, 3. Juli, 15 Uhr, stellen sich alle acht Großmeister den Amateuren zum „Blitzen“. Um die Chancen der Hobbyspieler ein wenig auszugleichen, erhalten die Stars zwei Minuten, ihre Herausforderer jedoch fünf Minuten auf der Uhr. Obwohl die Top-Stars klar in der Favoritenrolle sind, gelingt es immer wieder einem Hobbyspieler, dem Großmeister ein Remis abzuringen oder sogar zu gewinnen. 80 Amateure bekommen auch in diesem Jahr wieder die Gelegenheit dazu.
Anmeldungen nimmt die Sparkasse Dortmund entgegen unter
marketing@sparkasse-dortmund.de. Für die Anmeldung bitte Name, Vorname, Anschrift, Telefonnummer, e-Mail-Adresse sowie ggf. den Verein angeben – ebenso bitte drei mögliche Wunschgegner nennen.
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Wichtige Punkte und Platzierungen erreichen wollen die Teilnehmer beim
Internationalen Meisterturnier der Dortmunder Schachschule, das in diesem Jahr erstmals ausgetragen wird (30. Juni bis 6. Juli, Rathaus). Lokale Talente und Spitzenspieler haben hier beispielsweise die Möglichkeit, eine wertvolle IM-
Norm zu erringen. „Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Dortmunder Schachschule, die ebenfalls von der Sparkasse Dortmund engagiert unterstützt wird, leistet das Sparkassen Chess-Meeting damit einen weiteren Beitrag zur Förderung des Nachwuchses“, betont Veranstaltungsleiter Gerd Kolbe.
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Am Montag, 30. Juni, 14 Uhr, fällt im Rathaus der Startschuss für die traditionellen
Sparkassen Open A (offenes Meisterturnier) und B (Amateur-Open), auf die sich Schachfreunde in ganz Deutschland freuen können. Gespielt werden neun Runden nach Schweizer System. Die Teilnehmerzahl ist auf insgesamt rund 200 Plätze begrenzt. Der Preisfonds wird in Form von Haupt-, Sonder- und Sachpreisen an die Teilnehmer ausgeschüttet

Vor dem Turnier

Startschuss für Sparkassen Chess-Meeting am Samstag, 28. Juni!

Das Sparkassen Chess-Meeting hat inzwischen seine dauerhafte „Heimat” gefunden: Es wird von diesem Jahr an unter der Flagge des Veranstalters „Stadt Dortmund, Sport- und Freizeitbetriebe Dortmund” geführt. Diese Entscheidung hat Stadtrat Jörg Stüdemann, in dessen Sportdezernat die Top-Veranstaltung angesiedelt ist, vorbereitet und auf den Weg gebracht. Die Neuorientierung wurde nach dem Ausscheiden des Veranstaltungsleiters Gerd Kolbe aus den Diensten der Stadt Dortmund erforderlich.
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Schirmherr des Sparkassen Chess-Meetings 2008 ist Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der diese Funktion zum wiederholten Mal übernimmt. Das diesjährige Großmeisterturnier wird Klaus Neumann, einem der Mitbegründer des Dortmunder Turniers, gewidmet. Neumann, langjähriger Vorsitzender der Schachabteilung des Ruderclubs Hansa, war mehr als ein Jahrzehnt einer der wichtigsten Motoren der Dortmunder Schachtage und „Vater” der Jugendweltmeisterschaft 1980. Das Sparkassen Chess-Meeting soll künftig jeweils im Wechsel an seine Gründer Klaus Neumann, Friedhelm Bachmann, Eugen Schackmann und Siegfried Zill erinnern.
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Zum Eröffnungsbankett und zur Eröffnung des Chess-Meetings im Schauspielhaus hat sich der Präsident des Deutschen Schachbundes, Prof. Dr. Robert von Weizsäcker, angesagt. Die Stadt Dortmund wird durch Bürgermeisterin Birgit Jörder vertreten sein.
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Das Internationale Meisterturnier (IM), das anlässlich des zehnten Bestehens der Dortmunder Schachschule stattfinden wird, wird nach ihrem Begründer und Motor Helmut Kohls, dem früheren Vorsitzenden der Sparkasse Dortmund, benannt. Damit soll auch auf diesem Wege an den langjährigen Förderer des Dortmunder Schachsports erinnert werden. Das Turnier (Zehnerfeld) bietet unter anderem lokalen Talenten und Spitzenspielern die Möglichkeit, wertvolle Punkte und Platzierungen für eine IM-Norm zu erringen.
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Im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung werden die Deutschen Schulschach-Vizemeister „U 10” vom Geschwister-Scholl-Gymnasium in Dortmund-Brackel geehrt. Sie erhalten als Anerkennung den „Ferdinand-Fabra-Preis“. Der Buchpreis, der künftig jährlich vergeben werden soll, erinnert an den früheren BVB-
Meistertrainer Ferdinand Fabra, der ein Pionier und Wegbereiter des Schulschachs in Nordrhein-Westfalen war und als Gymnasiallehrer des Ostendorf-Gymnasiums in Lippstadt schon Anfang der sechziger Jahre erfolgreich Schacharbeitsgemeinschaften einrichtete. Mit dem Trainer Ferdinand Fabra wurde Borussia Dortmund 1947 zum ersten Male Westfalenmeister und brach damit die Vorherrschaft des FC Schalke 04 in Westdeutschland. 1948 wurden Fabra und der BVB erster Westdeutscher Meister in der Geschichte der Oberliga West. 1953 wechselte Fabra, der im vergangenen Dezember 101-jährig verstarb, in den Schuldienst. Bis ins hohe Alter hat er aktiv Schach gespielt. 1999 führte er als Ehrengast den Eröffnungszug für das Sparkassen Chess-Meeting aus.
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Im Foyer des Schauspielhauses präsentiert das Dortmunder Schacharchiv eine Serie von früheren Veranstaltungsplakaten des Chess-Meetings, von denen die meisten Original-Autogramme der teilnehmenden Großmeister aufweisen. Das Schacharchiv, das von Siegfried Zill und Gerd Kolbe aufgebaut wird, sieht in dieser kleinen Ausstellung den Startschuss für eine kontinuierliche Beteiligung beim jährlichen Sparkassen Chess-Meeting.

Der Dortmunder Foto-Designer Christian Lünig zeigt während des diesjährigen Chess-Meetings im Schauspielhaus eine Reihe von großformatigen schwarz-weiß Porträts. Die elf abgebildeten Großmeister wurden in den Jahren 2006 und 2007 abseits des Turniertrubels fotografiert. Die ruhige, klassische Bildsprache dient der Fokussierung auf das Wesentliche der Sportlerpersönlichkeiten. Die Aufnahmen wurden sowohl digital als auch analog aufgenommen, auf Canvas-Leinen geprintet und auf Keilrahmen aufgezogen.

Großmeisterturnier

Großmeisterturnier im Schauspielhaus – Sparkassen Open A und B im Rathaus
Weltklassespieler kämpfen um die Dortmunder Schachkrone
Sparkassen Chess-Meeting vom 28. Juni bis 06. Juli

Vom 28. Juni bis 06. Juli 2008 steht das Theater Dortmund wieder ganz im Zeichen des Schachsports. Acht Großmeister kämpfen beim diesjährigen Sparkassen Chess-Meeting um Punkte und Siege. Die Besucher von Deutschlands traditionsreichstem klassischen Schachturnier können sich auf spannende Partien freuen, die im Schauspielhaus in ansprechendem Ambiente präsentiert werden. Den Festivalcharakter des Sparkassen Chess-Meetings unterstreichen die traditionellen Sparkassen Open, die im Rathaus der Stadt Dortmund ausgetragen werden.

Bei der 36. Auflage der Internationalen Dortmunder Schachtage reisen die acht Großmeister aus sechs Ländern an; zwei von ihnen sind erstmals beim Sparkassen Chess-Meeting mit dabei. Vier Weltklassespieler zählen zu den Turnierfavoriten: Allen voran der Titelverteidiger und Weltranglistenzweite,
WLADIMIR KRAMNIK. Der 33-jährige Russe dominierte in den vergangenen beiden Jahren im Schauspielhaus – und baute seine Erfolgsserie in Dortmund auf mittlerweile acht Titel aus. Beim Sparkassen Chess-Meeting kann Kramnik nochmals seine Form unter Beweis stellen, bevor er im Oktober in Bonn zum WM-Duell gegen Viswanathan Anand antritt. SHAKHRIYAR MAMEDJAROW geht zum zweiten Mal in Folge an den Start. Der 22-jährige Weltklassespieler aus Aserbaidschan ist die Nummer sieben der Weltrangliste. Den dritten Platz beim letztjährigen Sparkassen Chess-Meeting belegte PETER LEKO. Und auch in diesem Sommer will der 28-jährige Ungar, Turniersieger der Jahre 1999 und 2002, wieder um den Sieg mitspielen. Weiterer Titelkandidat ist die Nummer eins der Ukraine, WASSILY IWANTSCHUK. Der 39-Jährige, der im vergangenen Jahr mit zahlreichen Erfolgen beeindruckte, ist derzeit Elfter der Weltrangliste. Die deutschen Farben vertreten in diesem Jahr die Nationalspieler ARKADIJ NAIDITSCH und JAN GUSTAFSSON. Der Dortmunder Lokalmatador Naiditsch (22) schrieb 2005 im Schauspielhaus Schachgeschichte, als er der erste deutsche und mit 19 Jahren gleichzeitig der jüngste Sieger des Sparkassen Chess-Meetings wurde. Der gebürtige Hamburger Jan Gustafsson (28) gibt in diesem Jahr sein Debüt bei den Schachtagen. Ebenfalls zum ersten Mal dabei: IAN NEPOMNIACHTCHI aus Russland. Mit seinem Sieg beim Aeroflot Open in Moskau hat sich der 17-Jährige die Einladung für das Sparkassen Chess-Meeting erspielt. Der niederländische Spitzenspieler LOEK VAN WELY (35) kehrt nach 2005 wieder nach Dortmund zurück. Bei seinem damaligen Debüt im Schauspielhaus belegte van Wely in einem Zehnerfeld den vierten Rang.

Der Turniermodus: In insgesamt sieben Spielrunden wird der Sieger von Dortmund ermittelt. Jeder der acht Großmeister trifft somit einmal auf jeden Kontrahenten.
Die Besucher im Schauspielhaus können die Spiele der Schachstars wieder hautnah und in ansprechendem Ambiente erleben: Alle Partien werden live auf großen Projektionsflächen übertragen und über Kopfhörer von Live-Kommentaren der deutschen Großmeister Dr. Helmut Pfleger und Klaus Bischoff begleitet.