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Vietnamesischer Sieg
Liem Le Quang war
beim Sparkassen Chess-Meeting der Mann des Tages. Der 19-jährige
Vietnamese besiegte Ruslan Ponomariov, der zu Beginn des Turniers
noch einen fast unbezwingabaren Eindruck hinterlassen hatte. Damit bewies der junge Mann aus dem fernen Osten, dass er bei einem so starken Turnier wie Dortmund nicht nur mithalten, sondern auch einen Weltklassegroßmeister besiegen kann. Le Quang,Liem (2681) - Ponomariov,Ruslan (2737) [D87]
Schwarz hatte gerade seinen Bauern von h7 nach h5 vorgeschoben, was den folgenden taktischen Einschlag ermöglichte. 19.Nxg6! Nxg6 20.Bd6! Die eigentlich Pointe. Die schwarze Dame wird abgelenkt. 20...Qe8 20...Qxd6? 21.Bxf7+ Kxf7 22.Rxd6 Bxe4 23.Qd7+ Kf8 24.Re1 Ne5 25.Qh3+-; 20...Bxd5 21.Bxe7 Bxe4 22.Bb4 Bxb1 23.Rxb1 a5 24.Ba3 Bxc3 25.Rxb6+- gab Le Quang an nach der Partie. 21.Qxe8+ Rxe8 22.Bxb7 Rad8 23.Bb4 Zu vorsichtig. 23.g3! Bxc3 24.f4! mit schönem Bauernzentrum und Läuferpaar hätte Weiß klaren Vorteil gesichert. 23...Nf4?! 23...a5! 24.Ba3 Rxd1+ 25.Rxd1 Bxc3 und Schwarz hat plötzlich Gegenspiel. 24.Kf1 Rxd1+ 25.Rxd1 Nd3 26.Bd5 Rc8 27.Rb1 Nxb4 28.Rxb4 Bxc3 29.Ra4 Rc5 30.Rxc4 Rxc4 31.Bxc4
31...h4? Danach schafft sich Weiß forciert zwei verbundene Freibauern und gewinnt leicht. Stattdessen musste Schwarz 31...Kg7 mit der Idee ...f6 versuchen, meinte Le Quang nach der Partie. 32.f4 Kg7 33.e5 f6 34.exf6+ Kxf6 35.g3+-
Weiß schafft sich zwei verbundene Freibauern. Am Damenflügel hält der weiße Läufer beide schwarzen Freibauern auf und es ist wichtig, dass er das Feld a8 kontrolliert, denn sonst könnte Schwarz seinen Läufer gegen die zwei Bauern auf der anderen Seite opfern. Liem bezeichnete das nach der Partie als allgemeines Endspielwissen. 35...Kf5 36.Bd3+ Ke6 37.Kg2 hxg3 38.hxg3 Kd5 39.Kf3 Kd4 40.Ba6 Kc5 41.g4 b5 42.g5 Kb6 43.Bc8 Kc7 44.Bf5 a5 45.Bd3 b4 46.Bc2 Kd6 47.Kg4 Bd2 48.f5 Ke5 49.f6 Be3 50.Kh5 Bc5 51.Kh6 Ke6 52.g6 1-0 Liem Le Quang Die zwei restlichen Partien im Großmeisterturnier endeten remis. Shakhriyar Mamedyarov und Wladimir Kramnik lieferten sich einen starken Fight, der allerdings schon nach gut drei Stunden beendet war. „Mein Gegner fand immer wieder sehr aktive Züge, mit denen ich nicht rechnete. Ich wollte zwar auf Gewinn spielen, doch am Ende war einfach nichts mehr drin“, meinte Mamedyarov nach der Partie. Der Aserbaidschaner kann mit dem Ergebnis aber durchaus zufrieden sein, denn er eroberte nach vier Runden, da Ponomariov verlor, mit drei Punkten die alleinige Tabellenführung. Arkadij Naiditsch und Peter Leko lieferten sich den längsten Kampf des Tages. Nach einer Variante der Spanischen Eröffnung schien es, als ob sich die deutsche Nr.1 einen Vorteil erspielt hätte, doch der Ungar erwies sich wie so häufig als zäher Verteidiger und forcierte mit genauen Zügen ein Turmendspiel, das keiner der beiden Seiten Gewinnchancen bot. Die fünfte Runde findet am Montag den 19. Juli im 15.00 im Schauspielhaus Dortmund statt. Dabei kommt es zur Spitzenbegegnung zwischen Ruslan Ponomariov und Shakhriyar Mamedyarov. Wladimir Kramnik trifft auf Arkadij Naiditsch und Peter Leko bekommt es mit Liem Le Quang zu tun. Im Helmut-Kohls-Turnier gab es zwei Schwarzsiege zu bewundern. Jens Kotainy schlug Carmen Voicu und Viacheslav Klyuner bezwang Svetlin Mladenov. Die restlichen Partien endeten remis.
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