Ponomariov vorm Sieg beim Sparkassen Chess-Meeting 2010

Ponomariov vorm Sieg beim Sparkassen Chess-Meeting 2010

Shakhriyar Mamedyarov und Ruslan Ponomariov trennten sich in der Spitzenbegegnung der neunten Runde des Sparkassen Chess-Meetings remis. Damit verpasste es der Aserbaidschaner seinen ukrainischen Kontrahenten in der Tabelle einzuholen. „Shak“ ging in seinem typischen Stil schon in der Eröffnung sehr aggressiv zu Werke, in der Hoffnung seinen Gegner zu verunsichern. Der blieb aber cool: „Ich war natürlich überrascht, dass er in dieser ruhigen Position des Damengambits den g-Bauern nach vorne zieht, doch aus anderen Stellungen ist es bekannt, dass es möglich ist. Ich habe ruhig reagiert und natürliche Züge gemacht. Das hat im Endeffekt gereicht, um ein sicheres Remis zu erreichen“, äußerte sich Ponomariov nach der Partie.

alt 

Wladimir Kramnik ist aus dem Rennen um den Turniersieg. Der 35-jährige Russe riskierte gegen Arkadij Naiditsch entgegen seinen sonstigen Gewohnheiten Kopf und Kragen, um seine letzte Chance zu nutzen. Er opferte im Mittelspiel eine Figur, in der Hoffnung den in der Mitte steckenden weißen König angreifen zu können. Die Attacke erwies sich letztendlich aber als laues Feuer, das der 24-jährige Dortmunder problemlos löschen konnte. „Ich weiß nicht, warum mein Gegner die Figur geopfert hat. Ich denke, dass ich danach einfach auf Gewinn stehe. Ich bin auch überhaupt nicht nervös geworden, trotz der Zeitnot“, erzählte Naiditsch nach der Partie.

alt
Arkadij Naiditsch

Die dritte Partie des Tages zwischen Liem Le Quang und Peter Leko war ein hart umkämpftes Remis. Nach einer ausgeglichenen Eröffnung beging der Vietnamese eine Ungenauigkeit, wonach er ein Endspiel mit einem Minusbauern verwalten musste. Der Ungar, der im Laufe des Turniers sehr unglücklich agierte, versuchte alles. Er lavierte gekonnt, doch am Ende waren die Gewinnressourcen zu begrenzt. Nach sage und schreibe über sieben Stunden Spielzeit musste Leko ins Remis einwilligen.

alt
Liem Le Quang-Peter Leko

Die 10. und letzte Runde des Sparkassen Chess-Meetings 2010 findet am Sonntag den 25. Juli um 13.00 statt. Die Paarungen lauten: Ponomariov-Le Quang, Kramnik-Mamedyarov und Leko-Naiditsch.

Ponomariov reicht mit den weißen Steinen ein Unentschieden, um bei seiner ersten Teilnahme in Dortmund direkt das bedeutendste Großmeisterturnier auf deutschem Boden zu gewinnen.

Aus dem Helmut-Kohls-Turnier gibt es die erste IM-Norm zu vermelden. Dem 16-jährigen Jens Kotainy, der für die SF Katernberg in der Schachbundesliga spielt, reichte gegen Eckhard Schmittdiel ein Remis, um sich schon vor der letzten Runde die begehrte Norm zu sichern. Gute Chancen auf eine IM-Norm haben auch Viacheslav Klyuner und Patrick Zelbel. Ihnen reicht in der letzten Runde ein Remis. Der Kampf um den Turniersieg hat sich zugespitzt. Gleich fünf Spieler liegen mit fünf Punkten an der Spitze. In der letzten Runde kommt es zu den Spitzenpaarungen Kotainy-Schäfer, Klyuner-Schmittdiel und Mainka-Saltaev.

Thomas Henrichs steht vor dem Sieg im Sparkassen A-Open. Der internationale Meister führt vor der letzten Runde mit 6,5 Punkten die Tabelle an. Es folgt allerdings eine Meute von sieben Spielern mit 6 Punkten.

Im Sparkassen B-Open hat der DWZ- und Elolose Alexander Kirtania den Turniersieg so gut wie sicher. Er liegt mit 7,5 Punkten und einem ganzen Punkt Vorsprung an der Spitze.

 



 

 
RocketTheme Joomla Templates