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Wladimir Kramnik hat das Großmeisterturnier beim Sparkassen Chess-Meeting 2009 gewonnen. (Foto: Michael Meinders)
Platz zwei im Großmeisterturnier erreichte Peter Leko aus Ungarn.

Foto: D. Kohlmeyer

Der Norweger Magnus Carlsen belegte Platz drei.
Foto: D. Kohlmeyer
Der Russe Wladimir Kramnik hat das Großmeisterturnier
beim Sparkassen Chess-Meeting 2009 gewonnen. Und zwar zum neunten Mal - das ist
einsamer Rekord! Der
Exweltmeister aus Russland erzielte 6,5 Punkte aus zehn Partien und
distanzierte seine ärgsten Verfolger um einen ganzen Punkt. Mit diesem Erfolg
erreichte Kramnik eine Bestmarke für das Guinness-Buch der Rekorde. Er
ist der erste Spieler der Welt, der eines der drei Superturniere - Linares
(Spanien), Wijk aan Zee (Niederlande) und Dortmund - neunmal gewonnen hat.
Bislang standen Kramnik als achtfacher Dortmund-Sieger und Kasparow, achtfacher
Linares-Sieger, gemeinsam an der Spitze. In einer ersten Reaktion nach seinem
Sieg sagte Wladimir Kramnik: „Es ist eines meiner Karriereziele, Dortmund
zehnmal zu gewinnen.“
Die nächsten Plätze hinter dem souveränen Sieger
belegten Titelverteidiger Peter Leko (Ungarn), Magnus Carlsen (Norwegen) und
Dimitri Jakowenko (Russland). Kramniks junger Landsmann fiel in Dortmund durch
kämpferisches Schach und große Verteidigungskunst auf. Jakowenko spielte gegen
den Franzosen Etienne Bacrot mit 81 Zügen auch die längste Partie.
Endstand Großmeisterturnier:
1. Wladimir Kramnik (Russland) 6,5; 2. Peter Leko
(Ungarn) 5,5; 3. Magnus Carlsen (Norwegen) 5,5; 4. Dimitri Jakowenko (Russland)
5,5; 5. Etienne Bacrot (Frankreich) 4,0; 6. Arkadij Naiditsch (Deutschland) 3,0
Nicht nur aufgrund der spektakulären Schach-Erfolge
zieht Veranstaltungsleiter Gerd Kolbe für das Sparkassen Chess-Meeting 2009
eine positive Bilanz: „Etwa 3.500 Besucherinnen und Besucher im Schauspielhaus
und – wie die Computerfachleute mitteilten – täglich etwa 50.000 Schachfreunde
auf der offiziellen Internetseite zeigen die ungebrochene Anziehungskraft des
Superturniers in der Westfalenmetropole. Auch die Besuche von Boris Kutin, dem
Präsidenten der Europäischen Schachunion und des Präsidiums des Deutschen
Schachbundes zeigen gemeinsam mit der Visite zahlreicher Journalisten den hohen
Stellenwert der Dortmunder Veranstaltung.“
In wenigen Tagen beginnen die Planungen für das
nächste Turnier. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Dortmund, Uwe
Samulewicz, sagte bereits: „Die Finanzierung ist auf jeden Fall gesichert.“
Im Helmut-Kohls-IM-Turnier gewann Markus Schäfer (SG
Solingen) vor dem Vorjahressieger Thomas Trella (SF Gerresheim), der die IM-Norm erreichte. Das A-Open im
Rathaus wurde eine Beute des deutschen Großmeisters David Baramidze (Hamburger
SK), der lange in Dortmund lebte. Im offenen B-Turnier siegte Wladimir
Dolgopoly (SV Halver). Text: Kohlmeyer/Meinders

Um 13 Uhr eröffnete Eugen Schackmann die letzte Runde im Großmeisterturnier. Um 16.50 Uhr stand es fest: Wladimir Kramnik bleibt der Schachkönig von Dortmund.
(Foto: Dagobert Kohlmeyer)
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