1999 wird der Dortmunder Siegeszug von Wladimir Kramnik „jäh“ unterbrochen: Peter Leko, Ungarns Spitzenspieler, gewinnt vor dem „Seriensieger“ der letzten Jahre. Dieser wiederum ist im Milleniumsjahr 2000 wieder ganz der Alte und landet Sieg Nr. 5. Danach greift er in London nach der Weltkrone seines Sports, besiegt Titelverteidiger Garri Kasparow und wird damit der neue Champion einer staunenden Schachwelt.
Da kann es nicht verwundern, dass der Weltmeister im Jahr danach Dortmund wie selbstverständlich erneut im Sturm erobert. Sieg Nr. 6.
2002 ist für das Sparkassen Chess-Meeting ein ganz besonderes Jahr: Der Herausforderer von Weltmeister Wladimir Kramnik wird ausgespielt. Das heißt mit anderen Worten: Kramnik ist zwangsläufig zum Zuschauen verdammt. Das hindert ihn aber nicht daran, täglich vor Ort im Goldsaal der Westfalenhalle zu sein, wohin die Veranstalter diesmal „umgezogen“ sind. Und als mit Vitali Klitschko ein guter Freund Kramniks und schachlich versierter Boxweltmeister am Veranstaltungsort auftaucht, ist die Medienresonanz enorm.

Vitali Klitschko gegen Wldimir Kramnik (Foto: Dagobert Kohlmeyer)


Peter Leko gewinnt das Turnier, wird Kramniks Herausforderer und scheitert anschließend im WM-Kampf nur hauchdünn am Titelverteidiger.
In den Folgejahren gehören die Dortmunder Turniersiege Viorel Bologan, Viswanathan Anand und Lokalmatador Arkadi Naiditsch, der das Turnier als bislang Jüngster und erster Deutscher überhaupt gewinnt.
2006, im Jahr des Fußball-Sommermärchens, trägt sich der amtierende Weltmeister dann wieder als Turniersieger in die Dortmunder Annalen ein und lässt auch 2007 nichts anbrennen. Quasi zwischendurch hat er seinen WM-Titel in Tschechien gegen Weselin Topalow verteidigt, im darauf folgenden Titelkampf die Schachkrone aber an Vishi Anand abtreten müssen.
Damit ist auch die glorreiche Zeit der Seriensiege Geschichte. Große Geschichte allerdings!
Nach einem „Leistungshänger“ 2008 (Platz 7) steht Kramnik 2009 wieder auf dem obersten Siegertreppchen und feiert 2011 seinen zehnten und bis dato letzten Sieg von Dortmund. 2013 und 2016 steht er kurz vor weiteren Gesamtsiegen, wird jedoch jeweils nur ehrenvoller Zweiter. Und 2017? Wir werden sehen.
Und das ist die Dortmunder Gesamtbilanz des Wladimir Kramnik: Zehnmal Erster, siebenmal Zweiter, einmal Dritter, zweimal Vierter, einmal Sechster, zweimal Siebter. Eindrucksvoller kann man innerhalb von 25 Jahren einem Turnier wohl kaum seinen Stempel aufdrücken! Wladimir Kramnik, Superstar!1999 wird der Dortmunder Siegeszug von Wladimir Kramnik „jäh“ unterbrochen: Peter Leko, Ungarns Spitzenspieler, gewinnt vor dem „Seriensieger“ der letzten Jahre. Dieser wiederum ist im Milleniumsjahr 2000 wieder ganz der Alte und landet Sieg Nr. 5. Danach greift er in London nach der Weltkrone seines Sports, besiegt Titelverteidiger Garri Kasparow und wird damit der neue Champion einer staunenden Schachwelt.

Da kann es nicht verwundern, dass der Weltmeister im Jahr danach Dortmund wie selbstverständlich erneut im Sturm erobert. Sieg Nr. 6.

2002 ist für das Sparkassen Chess-Meeting ein ganz besonderes Jahr: Der Herausforderer von Weltmeister Wladimir Kramnik wird ausgespielt. Das heißt mit anderen Worten: Kramnik ist zwangsläufig zum Zuschauen verdammt. Das hindert ihn aber nicht daran, täglich vor Ort im Goldsaal der Westfalenhalle zu sein, wohin die Veranstalter diesmal „umgezogen“ sind. Und als mit Vitali Klitschko ein guter Freund Kramniks und schachlich versierter Boxweltmeister am Veranstaltungsort auftaucht, ist die Medienresonanz enorm.

Peter Leko gewinnt das Turnier, wird Kramniks Herausforderer und scheitert anschließend im WM-Kampf nur hauchdünn am Titelverteidiger.

In den Folgejahren gehören die Dortmunder Turniersiege Viorel Bologan, Viswanathan Anand und Lokalmatador Arkadi Naiditsch, der das Turnier als bislang Jüngster und erster Deutscher überhaupt gewinnt.

2006, im Jahr des Fußball-Sommermärchens, trägt sich der amtierende Weltmeister dann wieder als Turniersieger in die Dortmunder Annalen ein und lässt auch 2007 nichts anbrennen. Quasi zwischendurch hat er seinen WM-Titel in Tschechien gegen Weselin Topalow verteidigt, im darauf folgenden Titelkampf die Schachkrone aber an Vishi Anand abtreten müssen.

Damit ist auch die glorreiche Zeit der Seriensiege Geschichte. Große Geschichte allerdings!

Kramnik nach seinem zehnten Sieg

Wladimir Kramnik nach seinem 10. Sieg im Jahr 2011 (Foto: Dagobert Kohlmeyer)

Nach einem „Leistungshänger“ 2008 (Platz 7) steht Kramnik 2009 wieder auf dem obersten Siegertreppchen und feiert 2011 seinen zehnten und bis dato letzten Sieg von Dortmund. 2013 und 2016 steht er kurz vor weiteren Gesamtsiegen, wird jedoch jeweils nur ehrenvoller Zweiter. Und 2017? Wir werden sehen.

Und das ist die Dortmunder Gesamtbilanz des Wladimir Kramnik: Zehnmal Erster, siebenmal Zweiter, einmal Dritter, zweimal Vierter, einmal Sechster, zweimal Siebter. Eindrucksvoller kann man innerhalb von 25 Jahren einem Turnier wohl kaum seinen Stempel aufdrücken! Wladimir Kramnik, Superstar!