Nao Devils

 

 

Auch in diesem Jahr macht die Dortmunder Künstlerin Christiane Köhne mit ihrer nunmehr fünften Kunstausstellung den Besuchern/innen des 45. Sparkassen Chess-Meetings wieder ein besonderes Gechenk. Das aktuelle Projekt steht unter dem verheißungsvollen Motto „Schach an ungewöhnlichen Orten" und umfasst wieder 15 großflächige Exponate, die vom 15. - 23. Juli 2017 im Foyer der Spielstätte, dem Orchesterzentrum des Landes NRW in der Brückstraße 49, präsentiert werden. Zu den in der Tat ungewöhnlichen Orten für ein Schachspiel gehören u. a. eine Falknerei im Bergischen Land, das Zentrum für Lichtkunst in Unna, der Circus Flic-Flac, ein Schwimmbad, das Roboterinstitut der UNI Dortmund und der Teilchenbeschleuniger DELTA, ebenfalls an der Dortmunder UNI angesiedelt. Spannung ist also angesagt, was sich Christiane Köhne gemeinsam mit ihrem Team, zu dem auch wieder der exzellente Fotograf Ralf Schönenberg aus Herdecke gehört, diesmal für die Umsetzung ihres Projektes hat einfallen lassen.

„Voilà, Schach!" oder „Ein Besuch in Dortmund" (2013), „Schach- Momente" (2014), „Lifestyle und Fashion" (2015) und „Die Schachnovelle" nach Stefan Zweig (2016) waren die bisherigen Ausstellungs-Themen. Zu den großen Fans der Arbeiten von Christiane Köhne gehört auch Herbert Bastian, der ehemalige Präsident des Deutschen Schachbundes, den besonders die gelungene Verbindung zwischen Schachsport und Kultur fasziniert.

Beruflich ist Christiane Köhne Lehrbeauftragte der Fachhochschule Dortmund im Bereich der Systemtheorie, Lern- und Arbeitstechniken sowie Lernpsychologie. Hier, aber auch als Präventionsbeauftragte der katholischen Kirche zum Thema: „Hinsehen & Schützen, Missbrauch bei Kindern und Jugendlichen", spielt Schach für sie eine wichtige Rolle, da sie bei der Wissensvermittlung versucht, ähnlich strategisch wie bei einer Schachpartie vorzugehen.

Christiane Köhne: „Gern halte ich auch Vorträge über „Schach und Kunst". Dabei versuche ich, den Menschen auf humorvolle Art und Weise Schach, Kunst, Kultur und Dortmund etwas näher zu bringen. Das Thema an sich wirkt zwar etwas ausgefallen, ist aber in der Kunstgeschichte längst verankert. Es gibt z. B. wunderschöne, sehr kunstvolle Miniaturdarstellungen in der spanischen Handschrift „Das Buch der Spiele" aus dem Jahre 1284. Eine Illustration aus der Manessischen Handschrift, ca.1300, zeigt den Markgrafen von Brandenburg Otto IV. (1238-1308) beim Schachspiel mit seiner Frau Hedwig von Holstein. Die Renaissance, der Barock, das Rokoko und der Klassizismus sowie die Moderne haben das Thema Schach häufig dargestellt. Mein Lieblingsbild stammt von dem französischen Künstler Henri Matisse (1896-1954) „Schlafende Frau neben einem Schachbrett" aus dem Jahre 1928. Schach ist und bleibt einfach ein tolles Thema, das mich fasziniert!"